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Kastrationskampagnen

Neben der Vermittlung von heimatlosen Katzen konzentrieren wir uns auch verstärkt auf
Sterilisationskampagnen, um das Übel der unkontrollierten Vermehrung der Katzen hier auf der Insel bei der Wurzel zu packen.
Im Rahmen dieser Aktionen konnten wir bereits mehrere Kolonien auf der Insel kastrieren; so haben wir allein rund um unseren Wohnort Agaete bereits über 110 wild lebende Katzen einfangen und kastrieren bzw. sterilisieren lassen (siehe Kastrationskampagne Agaete). Dazu kommen verschiedene, von Freiwilligen betreute große Katzenkolonien, vorwiegend im Norden von Gran Canaria.

Dieses Projekt ist deshalb so wichtig, weil die Katzen hier dank des milden Klimas nicht nur (wie in Deutschland) zwei, sondern drei bis vier Würfe pro Jahr bekommen können. Das bedeutet: 12 - 16 kleine Kätzchen pro Katze pro Jahr ... die wiederum mit ungefähr 4 - 5 Monaten fortpflanzungsfähig werden ... Statistiken gehen davon aus, dass ein einziges nicht kastriertes Katzenpaar im Laufe von 5 Jahren hier bereits 13.000 Nachkommen gezeugt haben kann! Die meisten dieser Tiere finden niemals ein Zuhause; sie führen ein elendes Leben auf den Straßen und sterben entweder qualvoll an Hunger, Verletzung oder Krankheit, werden überfahren, vergiftet oder auf andere grausame Weise getötet. Jedes Jahr werden auf Gran Canaria Hunderte (!) von noch lebenden Katzen einfach in den Müll oder ins Meer geworfen, viele davon hilflose Katzenbabies, die noch nicht einmal die Augen geöffnet haben. Dieser Entwicklung muss unbedingt Einhalt geboten werden, um das Elend der freilaufenden Katzen auf den kanarischen Inseln in den Griff zu bekommen!

Um unsere Arbeit hier erfolgreich weiterführen zu können, brauchen wir Ihre Hilfe!

Trotzdem wir selbst und alle Freiwilligen von Gatopción natürlich rein ehrenamtlich tätig sind, und trotzdem wir mittlerweile mit verschiedenen Tierärzten auf der Insel kooperieren, die uns Sonderpreise für die Behandlung und Sterilisation von Katzen einräumen, verschlingt das Projekt jeden Monat viel Geld: sei es nun für die Kastrationskampagnen, die Behandlung von kranken Fundkatzen oder Futter, Streu und Tierarztkosten für all die Katzen, die vorübergehend auf Pflegestellen untergebracht werden müssen, bis sie ein endgültiges Zuhause gefunden haben. Einen großen Teil davon finanzieren wir bisher aus eigener Tasche, denn aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation auf den kanarischen Inseln und aufgrund des noch nicht weit verbreiteten Problembewusstseins in der Bevölkerung ist es nicht leicht, einheimische Spendengelder für unser Projekt aufzutreiben. Deshalb sind wir für jeden Euro dankbar, der uns bei unserer Arbeit unterstützt!

Ein paar unserer Kastrationskampagnen haben wir dokumentiert: